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Einsatzgebiete von GPS-Ortungs-Apps – darauf sollten Unternehmen achten

Von Onpulson Redaktion
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Auch wenn das sogenannte "Global Positioning System" (GPS) schon seit Mitte der 1990er-Jahre voll funktionsfähig ist, nutzen es Unternehmen erst seit einigen Jahren verstärkt, um etwa unternehmensinterne Prozesse effizienter zu gestalten - Verkehrsbetriebe verbessern damit beispielsweise ihr Flottenmanagement.

Die zugrundeliegende Technologie wird fortlaufend verbessert und GPS-Geräte sind deutlich erschwinglicher geworden als noch vor einigen Jahren. Inzwischen finden sie in vielen Branchen Einsatz. Für Unternehmen ergeben sich aus der Nutzung zahlreiche Vorteile, aber auch eine gewisse Verantwortung.

Diese liegt vor allem darin begründet, dass durch GPS-Ortungs-Apps eine riesige Datenmenge erzeugt wird. Zwar ist die Ortung in vielen Branchen und Lebensbereichen ein sehr nützliches Instrument, doch die erzeugten Daten lassen sich auch missbräuchlich verwenden. Beim Einsatz von GPS-Empfängern ist daher immer daran zu denken, dass die zu Analysezwecken erhobenen Daten auch angemessen geschützt werden müssen. Schließlich möchte niemand, dass sensible Daten oder Informationen, die sich aus den ermittelten Werten ableiten lassen, in die falschen Hände geraten.

GPS-Ortung generiert viele persönliche Daten

Nutzen Unternehmen GPS-Ortungssysteme zum Management ihres Fuhrparks, dann können sie damit nicht nur Wagen orten, sondern theoretisch auch die Mitarbeiter, die in dem fraglichen Auto sitzen. Die Erfassung solcher sensiblen zeitlichen und lokalen Daten unterliegt daher den Bestimmungen des Arbeitnehmerdatenschutzes und diese besagen, dass die dauerhafte Überwachung von Mitarbeitern mittels GPS nicht zulässig ist. Doch viele Unternehmen setzen solche Ortungssysteme ganz selbstverständlich ein, um die Effizienz von Arbeitsabläufen sicherzustellen beziehungsweise zu erhöhen. Den Arbeitnehmern ist diese Tatsache oft noch nicht einmal bekannt. Arbeitgeber sollten daher unbedingt daran denken, die Belegschaft über die Einführung eines GPS-Trackingsystem zu informieren und mögliche Zweifel bezüglich der Nutzung beizeiten auszuräumen.

Die im Jahr 2018 erfolgte EU-weite Einführung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) erfordert es ganz generell von Unternehmen, sich intensiv mit Fragen des Datenschutzes auseinanderzusetzen. Doch nicht in jedem Unternehmen werden sich Experten auf diesem Gebiet finden lassen. Dann ist es sinnvoll, entweder einen Mitarbeiter in der aktuellen Gesetzeslage schulen zu lassen oder einen externen Datenschutzbeauftragten zu engagieren.

Eine repräsentative Umfrage des Digitalverbandes Bitkom kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass aktuell 59 Prozent der befragten Unternehmen weniger als eine Vollzeitstelle für den Datenschutz vorsehen. Dabei profitieren Unternehmen, die GPS-Ortung nutzen, von einem Datenschutzbeauftragten, denn er kann einen Ausgleich zwischen den meist nachvollziehbaren Wünschen der Geschäftsleitung und den Bedürfnissen und Rechten der Arbeitnehmer schaffen. Zusätzlich kann er das Unternehmen strategisch beraten, damit die sensiblen Daten vor Missbrauch durch Dritte geschützt sind.

GPS-Ortung für Unternehmen mit Außendienstmitarbeitern

Bevor Unternehmen GPS-Ortungs-Apps einsetzen, sollten sie sich zu ihrem eigenen Schutz und zu dem ihrer Mitarbeiter mit der Rechtslage befassen. Ist diese geklärt, dann profitieren vor allem die Bereiche Flottenmanagement und Zeiterfassung von der Ortung per GPS. GPS-Ortung im Rahmen der Arbeitszeiterfassung gibt den Mitarbeitern mehr Flexibilität und der Geschäftsleitung mehr Sicherheit – schließlich können Mitarbeiter im Außendienst ihre Arbeitszeit nicht durch Ein- und Ausstechen am Zeiterfassungsterminal festhalten. Ein Vergleich verschiedener Arbeitszeiterfassungssysteme zeigt, dass eine solche Softwarelösung wie zum Beispiel von Verizon Connect mit GPS-Ortung für Unternehmen jeder Größe, die Dienstleistungen außer Haus erbringen, von Vorteil ist.

Zwar bedeutet die Anschaffung eines solchen GPS-Systems eine große Investition, denn jedes Fahrzeug muss mit einem entsprechenden Empfänger ausgestattet werden. Doch das lohnt sich, denn der Funktionsumfang moderner GPS-Systeme ist enorm: Mit der Software lässt sich nicht nur die Arbeitszeit dokumentieren, sondern der firmeneigene Fuhrpark insgesamt effizienter managen. Werden über die in den Fahrzeugen verbauten GPS-Empfänger beispielsweise die Fahrtstrecken analysiert, lassen sich auf diese Weise unnötige Fahrten und wenig optimale Strecken identifizieren. Eine effiziente Streckenplanung wiederum senkt den Kraftstoffverbrauch, verbessert die Auslastung des Fuhrparks und verringert die für Dienstfahrten aufgebrachte Arbeitszeit.

Aus der Tatsache, dass der Standort jedes Fahrzeugs bekannt ist, ergibt sich ein weiterer Vorteil solcher GPS-Ortungs-Apps. Bei einem Diebstahl erübrigt sich die Suche nach dem gestohlenen Fahrzeug, da man es jederzeit orten kann. Dies erhöht die Sicherheit – sowohl für den Fahrer als auch für das Fahrzeug.

GPS und Navigation

Auch die Navigation ist dank GPS-Ortung mittlerweile fast auf den Punkt genau möglich. Daraus ergeben sich klare Vorteile für Unternehmen, denn Arbeitnehmer können so unkompliziert von A nach B navigieren, sei es auf Geschäftsreisen oder wenn sie einen Kundentermin außer Haus haben. Heutzutage sind viele Autos serienmäßig mit einem Navigationsgerät ausgestattet, und die Navigation per GPS ist außerdem problemlos mit dem Smartphone möglich, da diese über einen integrierten GPS-Empfänger verfügen. Jedoch fehlt bei diesen Alternativen die Analysesoftware.

Prinzipiell funktioniert die Ortung per GPS mithilfe mehrerer Satelliten, die in regelmäßigen Abständen die Uhrzeit und ihre Position senden. Anhand dieser Informationen berechnet ein Gerät mit GPS-Empfänger seinen Standort. Der Funktionsumfang moderner Smartphones basiert zum Teil auf der GPS-Technologie, denn viele Apps, unter anderem Google Maps, benötigen ein GPS-Signal. Aus diesem Grund ist es auch erforderlich, für Apps, die GPS verwenden, die Einstellung „Standort freigeben“ auszuwählen.

Teambuilding-Maßnahmen

Auch von Geocaching per GPS können Unternehmen profitieren – denn: erfolgreiches Geocaching, bei dem man versteckte Behälter aufspüren muss, verlangt nach Soft Skills, die auch für effiziente Teamprojekte der Schlüssel zum Erfolg sind. Dazu gehört vertrauensvolle Kommunikation, Verlässlichkeit sowie der Wille, seinen Teil zum Erfolg des Projekts beizutragen. Aus diesem Grund ist die moderne Form der Schnitzeljagd für Unternehmen ein gutes Instrument zum Teambuilding. Zum Versteck navigiert man dann mithilfe von GPS-Ortungs-Apps auf dem Smartphone oder auf GPS-Geräten.

Werden GPS-Ortungs-Apps folglich im Unternehmen eingesetzt und klare Regeln aufgestellt, dann können sowohl Arbeitnehmer als auch die Geschäftsleitung durchaus von solchen intelligenten Systemen profitieren.

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