Für Arbeitnehmer ist Geld im Job nicht mehr alles
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Für Arbeitnehmer ist Geld im Job nicht mehr alles

Von Onpulson Redaktion
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Nur die Brötchen verdienen war gestern: jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist bereit, für mehr Sinn im Job weniger Geld zu akzeptieren. Jeder Zehnte würde dafür sogar den Job wechseln.

Diese Ergebnisse zum Thema Geld basieren auf der XING Gehaltsstudie 2019, einer groß angelegten Umfrage unter 22.000 Mitgliedern im deutschsprachigen Raum. Die Verdienstmöglichkeiten in Deutschland sind in der Immobilienbranche am höchsten. Am schlechtesten schneiden Jobs in der Branche Erziehung, Bildung und Wissenschaft ab.

Hohe Wechselbereitschaft: Jeder Vierte im D-A-CH-Raum auf Jobsuche

Jeder vierte Befragte in Deutschland und der Schweiz gab an, konkret auf der Suche nach einem neuen Job zu sein, in Österreich ist es jeder Fünfte. Rund 53 Prozent aller Befragten sind zwar mit ihrer derzeitigen Tätigkeit zufrieden, aber dennoch offen für attraktive Angebote. Das spiegelt sich in der Wechselquote wider: Jeder zweite Befragte hat in den letzten fünf Jahren seinen Arbeitsplatz gewechselt, mehr als jeder zehnte der Befragten sogar zweimal.

Die Sinnhaftigkeit von Jobs gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung: Jeder zweite Arbeitnehmer würde für mehr Sinn im Job ein geringeres Gehalt akzeptieren – in der Schweiz sind es 62 Prozent der Befragten. Jeder Zehnte wäre überdies bereit, für eine Arbeit mit gesellschaftlicher Relevanz den Arbeitsplatz zu wechseln. Insbesondere jüngeren Generationen liegt dies am Herzen. Jeder Dritte der befragten 35- bis 45-Jährigen gibt an, mehr Wert auf den Sinn seiner Arbeit als auf Geld zu legen.

Sieben von zehn Befragten würden Lohn gern selbst bestimmen

Nichtsdestotrotz ist Gehalt ein sensibles Thema. Rund jeder Zweite im D-A-CH-Raum ist unzufrieden mit seinem Gehalt. Vor allem in Deutschland ist das ausgeprägt: 56 Prozent halten ihren Bruttoarbeitslohn für nicht angemessen. In Österreich sind es 47 Prozent, in der Schweiz 43 Prozent. Hauptgründe sind für die Befragten eine Vergütung unter Marktdurchschnitt, unbezahlte Überstunden und der Vergleich mit den Kollegen. Ein Viertel der Unzufriedenen in Deutschland und Österreich denkt, dass diese trotz gleicher Rolle mehr verdienen. In der Schweiz findet das ein Fünftel der Befragten.

Der Wunsch nach Klarheit ist groß. Ganze 80 Prozent der Befragten sprechen sich für Gehaltstransparenz innerhalb ihres Unternehmens aus. Rund 71 Prozent würden ihr Einkommen gerne selbst bestimmen. Und nicht nur ihres, da sind sich Deutsche, Schweizer und Österreicher einig. Jeder zweite würde am liebsten auch das seiner Kollegen und Vorgesetzten mitbestimmen.

Immobilienbranche führt Ranking der Top-Verdiener in Deutschland an

Wo verdienen die Deutschen das meiste Geld? Die von XING unter seinen Mitgliedern durchgeführte Studie gibt Einblick in die durchschnittlichen Gehälter von Fach- und Führungskräften. Sie ist unterteilt nach Branche und Tätigkeitsfeld, Region, Unternehmensgröße und Alter in Deutschland.

Das Bruttodurchschnittsgehalt von Fach- und Führungskräften liegt bei 70.754 Euro. Platz eins der Liste der Spitzenverdiener belegen Arbeitnehmer der Immobilienbranche mit einem durchschnittlichen Bruttogehalt von 88.040 Euro, gefolgt von der Pharma- und Medizintechnik-Branche (83.267 Euro) und der Versicherungsbranche (79.816 Euro).

Die Gehaltsstruktur nach Bundesländern zeichnet folgendes Bild: Am besten verdienen Arbeitnehmer in Hessen (76.972 Euro), Bayern (75.931 Euro) und Baden-Württemberg (72.526 Euro), Schlusslichter sind Mecklenburg-Vorpommern (52.929 Euro) und Sachsen (53.793 Euro). Das Gefälle zwischen Ost und West bleibt demnach erheblich: Während die in alten Bundesländern beschäftigten Befragten ein durchschnittliches Bruttoeinkommen von 71.827 Euro angaben, sind es in den neuen nur 55.342 Euro.

Foto/Thumbnail: ©blackan/Depositphotos.com

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