Zukunftstechnologien im E-Commerce in Verbindung mit PIM
Digitalisierung

Zukunftstechnologien im E-Commerce in Verbindung mit PIM

Von Onpulson Redaktion
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Die zentrale Pflege, Steuerung und Ausgabe von Produktdaten wird sowohl im Online- wie auch im klassischen Handel immer wichtiger. Produktinformationsmanagement über Systeme wie Akeneo oder Pimcore sind heute die Basis für viele Unternehmen, um ein umfangreiches Warensortiment bestmöglich mit dem Marketing, dem Vertrieb, der Logistik sowie den Kunden zu verknüpfen.

Der Grund für die Zentralisation der Daten ist einfach – deren Flut und wie man dieser Herr wird. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, dass vor allem redundante oder doppelte Datensätze das System nicht zusätzlich belasten. Genau hier setzen Systeme wie Pimcore oder Akeneo an. Auch die Zugriffsrechte zu den Datensätzen sind geregelt. Da sowohl Mitarbeiter wie auch Kunden auf das System zugreifen können, sind verschiedene Sicherheitsebenen wichtig. Der Mitarbeiter kann meist alles steuern, der Kunde in der Regel seinen Warenkorb und zusätzliche Bewertungen sowie seine Empfehlungen.

„In Zukunft werden PIM-Systeme immer mehr mit neuen Technologien konfrontiert.“ Das ist zumindest die Meinung von Steffen Krüger, Leiter Business Unit E-Commerce von der Osnabrücker PIM Agentur basecom GmbH & Co. KG.

PIM und der Display Commerce

Plakate sind die Urform des Display Commerce. Heutzutage kann man als Händler dank neuer technischer Möglichkeiten wie den Smart Mirrors die Kunden nicht nur mit bewegten Bildern, sondern auch individueller ansprechen. Durch die Freigabe des Standorts des Kundenendgeräts (Smartphone) kann das dahinter liegende System erkennen, welche Person vor welchem Display steht. Durch die Verknüpfung des PIM-Systems mit dem Display kann so jeder Kunde aufbauend auf seiner Webshop-Historie direkt und verkaufsfördernd angesprochen werden.

Dies beinhaltet auch, dass dem Kunden zum Beispiel passende Zusatzprodukte zu bereits von ihm erworbenen Waren angeboten werden können. Sollten mehrere Kunden zugleich vor einem Display stehen oder daran vorbeigehen, kann das PIM-System jenen automatisch auswählen, der bisher den größten Umsatz generiert hat. Diese verkaufsfördernde Option steht nur dann sinnvoll zur Verfügung, wenn die Daten im PIM-System vollständig und gut gepflegt sind.

PIM und die automatische Bilderkennung

Kunden können im stationären Handel immer besser über die Smart Mirrors mit dem System des Ladens kommunizieren. Die Kombination mit dem Kundenaccount erlaubt es, ein weiteres interessantes Feature zu nutzen. Mittels Smartphones können die Ladenbesucher ein Foto eines Artikels schießen. Dieses kann über den Account in die Datenbank eingespeist und zur Suche verwendet werden. PIM-Systeme wie Akeneo oder Pimcore können dem Kunden dann sämtliche für ihn hilfreiche Produktinformationen zur Verfügung stellen. Die Verkäufer können sogar basierend auf dem PIM-System vor Ort über die Anfragen des Kunden informiert werden. So entsteht eine PIM-gestützte Beratungssituation.

Zudem kann man so das geschossene Foto einem Produkt-Musterbild zuordnen. Dieses kann der Kunde mit einer App verwenden, um zum Beispiel ein Kleidungsstück mit anderen am Smartphone zu kombinieren. Auch Vorschläge für andere Produkte, passend zum Foto, können aus dem PIM-System heraus generiert werden.

PIM und das Machine Learning

Computergenerierter Content nähert sich der Qualität von durch Menschenhand generiertem immer näher an. Speziell bei der Produktbeschreibung kann diese Form der Inhaltserschaffung die Content-Manager großer Unternehmen mit tausenden und abertausenden von Produkten entlasten.

Künstliche Intelligenz wird in Zukunft auch bei der Einpflege der Produkte in die Datenbanken hilfreich sein. Speziell bei der Erkennung von Redundanzen kann die KI die Arbeit der Menschen erleichtern. Durch das Vergleichen von Informationen und Daten können Ähnlichkeiten erkannt werden. Zwar können der Maschine hierbei noch Fehler unterlaufen, aber der Kontrollaufwand für den Menschen wird immer geringer. Die Verwendung von KI für PIM-Systeme wird immer weiter vorangetrieben. Speziell, da die aktuellen Systeme lernfähig sind und diese wie der Mensch an den Aufgaben wachsen können. Die KI übernimmt auch bei Smartphones zunehmend mehr Aufgaben. Ist ein Kunde zum Beispiel unterwegs und knipst ein Foto beispielsweise von einem Auto, erkennt die KI dies und schlägt ihm in Zukunft Möglichkeiten vor, dieses zu erwerben.

PIM und das vernetzte Heim

Alexa, Siri oder wie sie alle heißen – die Sprachassistenten sind nur die Spitze eines in Zukunft immer mehr vernetzten Hauses. Der Kühlschrank bestellt Lebensmittel und die Waschmaschine Waschmittel – alles einfach online. Die Verbindung des Hauses mit dem Internet ermöglicht die digitale Kommunikation eines Heims mit jedem PIM, das die Unternehmen für den Endverbraucher freigeben.

Das vernetzte Haus lernt die Gewohnheiten der Bewohner kennen, und kann damit auch ohne deren aktives Eingreifen die notwendigen Waren in Richtung des PIMs kommunizieren. Somit ist das PIM in die Automatisierung des Eigenheims eingebunden. Damit hier keine digitalen Reibungspunkte entstehen ist es vonnöten, dass das PIM-System gut gewartet wird.

PIM und das Omnichannel-Marketing

„Omni“ bedeutet im Lateinischen „alle“. Somit steht Omnichannel-Marketing dafür, immer und überall mit dem Kunden am besten verkaufsfördernd kommunizieren zu können. Für Unternehmen sprechen zwei grundsätzliche Punkte für das Omnichannel-Konzept. Erstens kann man damit eine größere Zielgruppe an Kunden direkt und ohne Umwege ansprechen. Zweitens wird für den Kunden das Erlebnis „Einkauf“ mit jedem Channel immer mehr personalisiert – eine wichtige Strategie bei der Kundenbindung.

PIM-Systeme können bei jedem Ausgabekanal in Richtung Kunden die passenden, personalisierten Informationen ausspielen. Beim Kaufen im Laden zum Beispiel können so automatische Berater-Tools auf Apps oder Smart Mirrors ausgespielt werden. Über das PIM weiß das System somit, welchen Geschmack der Kunde hat.

Ein weiterer Kanal sind die Sozialen Medien. Verbindet man diese über eine Schnittstelle mit dem PIM, kann man zielgruppenspezifisch werben und Angebote erstellen. Die eigene App ist ein weiterer Baustein im Omnichannel-Marketing. Man verwendet sie nicht nur zur Standortabfrage, sondern auch als Eingabekanal für den Kunden direkt in das PIM-System.

Foto/Tumbnail: ©Rawpixel/Depositphotos.com

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