5 Tipps für eine erfolgreiche Kommunikation im Unternehmen
Konfliktmanagement

5 Tipps für eine erfolgreiche Kommunikation im Unternehmen

Porträtfoto Kathrin Knospe, Coach von Denke-Gross-Institut
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Wie gelingt es Führungskräften Konflikte zu lösen und eine offene Kommunikation zu etablieren? Konflikte sind auch in Unternehmen Teil des täglichen Lebens. Sie können zu starken Störungen und Unterbrechungen im betrieblichen Ablauf führen. Zudem erschweren Konflikte eine Zusammenarbeit von und mit Kollegen. Eine Führungsaufgabe, die zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist das Konfliktmanagement.

Eine wertschätzende Kommunikation im Unternehmen ermöglicht Ihren Mitarbeitern eine höhere Arbeitsmoral, Produktivität und ein größeres Engagement, wenn sie in der Kommunikationskette eines Unternehmens nach oben und unten kommunizieren können. Führungskräfte, die Zeit und Energie aufwenden, um offene Kommunikation zu schaffen, werden somit schnell Vertrauen unter den Mitarbeitern schaffen, was sich in Produktivität, Leistung und allgemeiner Moral widerspiegelt.

Zunächst ist nicht jede Meinungsverschiedenheit ein Konflikt. Im Allgemeinen werden Konflikte als Misserfolge angesehen, aber nicht jeder Konflikt ist etwas Negatives. So kann ein Konflikt eine kreative Kraft für eine Firma oder ein Team sein, wenn dieser erfolgreich gelöst wird. Ein positiver Konflikt entsteht dann, wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt, die Konfliktpartner aber bereit sind, ihre Differenzen ausführlich zu diskutieren und entsprechende Lösungen zu vereinbaren.Unterschiedliche Standpunkte, konkurrierende Erwartungen, Machtkämpfe, Ego, Stolz, Eifersucht, Leistungsdiskrepanzen, Vergütungsfragen etc. schafften negative Konflikte am Arbeitsplatz.

Im Folgenden finden Sie 5 Praxistipps für eine erfolgreiche Kommunikation.

1. Klar und offen kommunizieren

Kommunikation innerhalb einer Firma sollte vorbereitet werden, um Missverständnisse vorzubeugen. Eine gute Gesprächsvorbereitung ist aus diesem Grund die halbe Miete. In den letzten Jahren haben sich Unternehmen auf die E-Mail als primäre Kommunikationsmethode verlassen. Elektronische Kommunikation kann sich aber nachteilig auf jede Art von Beziehung auswirken. Kommunikation wird zunächst mit dem Austausch von verbalen Botschaften assoziiert. Da ein Großteil getätigter Aussagen aber aus nonverbalen Gesten und Mimiken besteht, kann dies zu Missverständnissen führen. Wenn man daher ein freundliches Lächeln aus einer E-Mail-Diskussion herausnimmt, kann das beim Empfänger einen falschen Eindruck hinterlassen.Um die Kommunikation am Arbeitsplatz zu verbessern, sollte man von Zeit zu Zeit zum Telefon greifen, oder die Mitarbeiter aufsuchen, wenn man etwas Wichtiges zusagen hat.

2. Empathisch sein und Zuhören

Empathie ist die Fähigkeit, die Gefühle, Gedanken und Überzeugungen eines anderen Menschen zu verstehen. Emotionale Kompetenz, die eng mit Empathie zusammenhängt, bedeutet, dass wir nach dem Einfühlen und Verstehen, eines anderen Menschen, unabhängig davon, ob wir damit einverstanden sind oder nicht, akzeptieren können, warum jemand fühlt oder denkt, wie er es tut. Es kann hilfreich sein, Dinge aus der Perspektive eines anderen zu sehen. Wie genau tun Sie das? Indem man akzeptiert, was man hört, anstatt zu versuchen, die Dinge zu reparieren und das Problem zu lösen.

Das Zuhören ist eine wichtige Kommunikationsfähigkeit. Die meisten Konflikte sind das Ergebnis von schlechtem Zuhören. Um Informationen mit einer anderen Person zu teilen, muss man hören, was kommuniziert wird. Wenn man während des Gesprächs über das nächste Meeting nachdenkt oder das Abendessen für heute Abend plant, hört man nicht zu.

Fragen dienen nicht nur dazu, um zusätzliche Informationen zu sammeln und das Gespräch zu verstehen, das Stellen von Fragen zeigt auch, dass man zugehört hat und bestätigt zudem, dass man verstanden hat, worum es geht. Wichtig ist, dass sich das Fragen speziell auf das Gehörte bezieht.

3. Diplomatisch sein

Um zu verhindern, dass ein kleines Missverständnis zu einer großen Krise heran wächst, sollte es sofort geklärt werden. Dadurch können unnötiger Ärger und Produktivitätsverlust vermieden werden. Beim Umgang mit einem Konflikt ist es von Vorteil, wenn man unvoreingenommen ist und auf persönliche Angriffe verzichtet.

Das Fragenstellen und den Antworten aufmerksam zuzuhören, ist wichtig, damit man versteht woher ein Konflikt kommt. Dies wird helfen, eine Lösung zu finden, die für alle akzeptabel ist.

4. Emotionskontrolle

Die Hauptursache der meisten Konflikte kann auch aus der mangelnden Fähigkeit entstehen, die eigenen Emotionen zu kontrollieren. In der Kommunikation spielen Gefühle eine wichtige Rolle. Entscheidungen werden häufiger von den eigenen Gefühlen beeinflusst, als von den eigenen Gedanken. Nonverbale Kommunikation, die von Emotionen gesteuert wird, beeinflusst das Bild, wie man von anderen wahrgenommen wird. Wenn man sich nicht bewusst ist, von welchen Gefühlen man sich leiten lässt, ist man nicht in der Lage, seine Bedürfnisse und Erfahrungen auszudrücken. Dies kann zu Frustration, Missverständnissen, Konflikten und Stress führen. Daher ist es hilfreich sich seiner Emotionen und Gefühle bewusst zu werden, um auch in der Kommunikation die Emotionen bewusst steuern zu können.

5. Feedback geben und Innovation

Wenn ein Mitarbeiter eine Aufgabe gut erledigt hat, ist es von Vorteil, wenn er positives Feedback bekommt. Eine positive Einstellung bei der Arbeit öffnet die Tür für eine effektive Kommunikation und führt dazu, dass Mitarbeiter einer Führungskraft gegenüber positiv reagieren. Wenn Mitarbeiter außerdem die Möglichkeit haben, ihre Ideen offen zu äußern, ist es wahrscheinlicher, dass sie ihre Ideen präsentieren, ohne Angst vor Spott oder Zurechtweisung zu haben. Davon hängt die Innovation in hohem Maße ab und ein Unternehmen, welches Kommunikation fördert, ist innovativ.

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Über den Autor

Porträtfoto Kathrin Knospe, Coach von Denke-Gross-Institut

Kathrin Knospe Kathrin Knospe ist Expertin für den Bereich Non-Verbale Kommunikation und systemischer Coach im Team des Denke Groß Instituts. Das Denke Groß Institut steht für den Aufbau einer nachhaltigen Wirtschaft. Die Vision ist die Konzipierung einer globalen Plattform zur Förderung der Weiterentwicklung für ein gemeinschaftliches Denken und Handeln. Das Denke Groß Institut begleitet Unternehmen und Führungskräfte in den unterschiedlichen Wachstums- und Krisenphasen. www.denke​gross.com
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