5 Tipps für die Jobsuche in Krisenzeiten
Nur Mut

5 Tipps für die Jobsuche in Krisenzeiten

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Frisch von der Uni, gerade gekündigt oder raus aus der Kurzarbeit? Wer sich aktuell auf Jobsuche begibt, erntet möglicherweise mitleidige Blicke seiner Mitmenschen oder verfällt in Hoffnungslosigkeit. Immerhin waren laut Statistischem Bundesamt in Deutschland noch im Dezember 2020 deutlich weniger Menschen erwerbstätig als vor der Coronapandemie. Das Expertenteam des Recruiting-Dienstleisters IQB Career Services macht Bewerbenden in der aktuellen Situation Mut – mit Tipps für die erfolgreiche Jobsuche während der Krisenzeit.

1. Ruhig bleiben und weitermachen

Eine wichtige Voraussetzung für die Jobsuche während einer angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt: Ruhe bewahren. Denn laut Susanne Glück, Geschäftsführerin bei IQB Career Services, bestehen bei genauerem Hinsehen auch jetzt gute Chancen auf eine neue berufliche Perspektive. Ihr Rat: „Die Briten sagen ,Keep calm and carry on‘ – ruhig bleiben und weitermachen. Wer jetzt in Panik verfällt, blockiert sich nur selbst.“

2. Wissen, wo die Personalverantwortlichen suchen

Recruiting pausiert in der Krise? Weit gefehlt. Der Bedarf an Fachkräften bleibt auch zu Coronazeiten bei vielen Firmen hoch. Sie machen sich auch weiterhin die Mühe und schicken ihre Recruitingteams zu Karrieremessen, um neue Talente zu finden. Zurzeit werden viele solcher Messen als Onlineevents angeboten – ohne Anreise, ohne Hotelaufenthalt. Weil der Andrang bei diesen Formaten zurzeit noch geringer ausfällt als bei Präsenzveranstaltungen, besteht gerade dort die Möglichkeit, sich mit überschaubarem Aufwand gut zu positionieren und wichtige Kontakte zu knüpfen. Susanne Glück wünscht sich von Bewerbenden mehr Mut für das Onlineangebot und glaubt, dass sich eine anständige Vorbereitung auszahlt.

3. Handyempfang auch im Souterrain

Viele Firmen schicken ihre Mitarbeitenden aufgrund der Corona-Krise zurzeit ins Home-Office – und erwarten auch von neuen Kolleginnen und Kollegen, dass sie zu Hause arbeiten können. Dazu gehört, dass die Internetverbindung daheim stabil genug läuft, um störungsfrei beispielsweise an Videokonferenzen teilzunehmen. Auch der Handyempfang sollte im Home-Office gesichert sein. Wer im Souterrain oder in ländlicher Umgebung im Funkloch sitzt und auch über das Festnetz nicht erreichbar ist, sollte die Funktion WLAN-Call am Smartphone aktivieren. Auch bei schlechtem Handyempfang ist die Sprachqualität dann gut, weil die Anrufe über die WLAN-Verbindung laufen.

4. Branchen analysieren und initiativ bewerben

Krisen treffen manche Branchen stärker als andere. Die Coronapandemie begünstigt den Erfolg unter anderem von E-Commerce-Unternehmen, Lebensmittelherstellern, Logistik- und IT-Firmen sowie die Branchen Pflege und Medizintechnik. In diesen und verwandten Bereichen ist die Chance hoch, auch in Krisenzeiten eine Anstellung zu finden. Die Recruiting-Expertin Glück rät: „Im Moment sind Initiativbewerbungen gefragt. Einige Unternehmen schreiben zwar nicht offiziell aus, aber gute Leute werden fast immer gesucht. Wer mit einer Initiativbewerbung überzeugt, kann vielleicht dem Einstellungsstopp trotzen oder steht in der ersten Reihe, wenn kurzfristig eine Stelle neu besetzt werden muss. Das gilt natürlich auch für weniger krisenfeste Branchen.“

5. Quereinsteiger willkommen

Von der Kantinenküche zur PR-Beratung: Warum nicht? Manche Kurzarbeitende sitzen seit Monaten zu Hause und möchten möglichst schnell wieder aktiv werden. Zeit genug haben sie, um links und rechts zu gucken, ihre Interessen näher zu beleuchten und Stellenausschreibungen zu durchsuchen. Einige Unternehmen schätzen Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, weil sie einen gänzlich frischen Blick von außen mitbringen. Wer mit Persönlichkeit überzeugt und gut begründen kann, warum er oder sie als Quereinsteiger kein Hindernis, sondern eine echte Bereicherung für ein Unternehmen darstellt, hat schon fast gewonnen.

Foto/Thumbnail: ©Depositphotos.com

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