4 wichtige Fragestellungen, um Datenanalysen effizient zu nutzen
Digitalisierung

4 wichtige Fragestellungen, um Datenanalysen effizient zu nutzen

Porträtfoto von Andreas Rothkamp, Sales Director EMEA Global Accounts von Skillsoft
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Datenanalysten sind heute so gefragt wie noch nie. Der boomende Bereich Data Science zielt darauf ab, Unternehmen mithilfe von Datenanalysen und statistischen Konzepten, Vorhersagemodellen und anspruchsvollen Auswertungen dabei zu helfen, Problemstellungen zu lösen und bessere Leistungen zu erbringen. Doch wie lässt sich die Datenanalyse am besten kommunizieren und nutzen?

Was einen guten Datenwissenschaftler (Data Scientist) auszeichnet, sind jedoch nicht nur seine technischen und analytischen Fähigkeiten, sondern auch das Vermögen, datenwissenschaftliche Konzepte mit realen geschäftlichen Herausforderungen und Potenzialen zu verbinden und die analytischen Erkenntnisse zielgruppengerecht zu vermitteln. Anbei vier hilfreiche Fragestellungen, die Datenanalysten dabei helfen, Erkenntnisse aus ihren Analysen besser zu kommunizieren und nutzbar zu machen.

Welche Daten das Management interessiert

Viele Datenwissenschaftler konzentrieren sich leider zu stark auf ihre Prozesse statt darauf, die Erkenntnisse effektiv zu kommunizieren. Die CFOs, CEOs und COOs von Unternehmen interessieren sich nicht für ein perfektes, agglomeratives Clustering-Modell. Das Management ist vielmehr an Erkenntnissen zu Frachtkosten, Absatzpotenzialen, Umsatzprognosen, zur Verbesserung von Kundenservice, Kundenbindung und anderen Geschäftseinblicken interessiert, die die analysierten Daten liefern können. Wie kann sich ein Datenwissenschaftler als effektiver Mitwirkender bei der Verbesserung von Geschäftsprozessen und -ergebnissen einbringen?
Mit den richtigen Fragestellungen haben Datenwissenschaftler die große Chance, gemeinsam mit ihren Teams und Organisationen Daten mit Geschäftsstrategien zu verbinden und die Erkenntnisse aus der Datenanalyse besser zu nutzen:

1. Aus welchen Grund und für welches Publikum werden die Daten präsentiert?

Nutzt man die Daten, um eine Geschäftsentscheidung zu treffen, eine Investition zu tätigen, einen Anbieter zu bewerten oder ein Risiko zu identifizieren? Daten benötigen einen Kontext, vor allem, wenn sie für Personen außerhalb des Datenbereichs präsentiert werden. Denken Sie daran, dass Datenwissenschaft zwar ein technisches Gebiet ist, aber die „Stakeholder“, für die die Erkenntnisse aus der Datenanalyse bestimmt sind, meist aus ganz anderen Bereichen kommen. Damit die Datenerkenntnisse ankommen, muss man sie in einer Sprache präsentieren, die auch Nicht-Techniker verstehen können.

2. Welche potenziellen Fragen wird das Publikum haben?

Ein Teil der Datenpräsentation besteht darin, den Dialog zwischen allen beteiligten Stakeholdern anzuregen. Brechen Sie die Daten auf, heben Sie wichtige Erkenntnisse und Trends hervor, um weitere Einblicke zu geben. Indem Sie die Daten in besser zu verarbeitende Unterkategorien aufteilen, können Sie gezielter auf Fragen eingehen.

3. Wie hoch ist die Priorität der Daten?

Die Priorität der Daten, die Sie präsentieren, ist von entscheidender Bedeutung. Daten aus Bereichen mit direkter materieller Auswirkung auf das Unternehmen sollten anders behandelt werden als Daten, die beispielsweise interessante Erkenntnisse für langfristige Image-Maßnahmen liefern. Diese Frage sollte Ihre Präsentation, Ihre Handlungsaufforderungen und Ihr Verständnis der Dringlichkeit bestimmen.

4. Welche Sicherheitsimplikationen haben die Daten?

Der Bereich Datensicherheit ist heute besonders wichtig. Wem präsentieren Sie die Daten? Haben diese Personen die entsprechende Berechtigung, die Daten zu sehen? Haben Sie selbst die Berechtigung, die Daten zu präsentieren? Werden die Daten über ein sicheres Medium weitergegeben? Datenwissenschaftler müssen immer darauf achten, wer auf die Daten zugreift, und sicherstellen, dass die Daten unter Anwendung der bestmöglichen Sicherheitsverfahren und unter Berücksichtigung von Branchenvorgaben weitergegeben werden.

Fazit

Die digitale Wirtschaft wird immer komplexer (VUCA-Welten), und damit werden auch die Datenströme immer komplizierter. Analysen mithilfe aussagekräftiger Visualisierung darzustellen, kann beispielsweise die Entscheidungsfindung unterstützen.

Es ist die Aufgabe von Datenwissenschaftlern, neugierig und analytisch zu sein und eine Art «Daten Story Teller» zu sein. Solche Fähigkeiten sind für zukunftsorientierte Unternehmen von unschätzbarem Wert und machen Datenwissenschaftler zu einem echten Einflussfaktor innerhalb der Organisation. Unternehmen können ihre Mitarbeiter bei der Entwicklung entsprechender Skills unterstützen, indem sie nicht nur die Beherrschung von Data-Science-Konzepten fördern, sondern auch Trainings für Kommunikationsfähigkeiten anbieten und den Analysten zudem Einblick in alle wichtigen Geschäftsstrategien und aktuelle Herausforderungen geben.

Foto/Thumbnail: ©istock.com/LagartoFilm

Über den Autor

Porträtfoto von Andreas Rothkamp, Sales Director EMEA Global Accounts von Skillsoft

Andreas Rothkamp Andreas Rothkamp ist Vice President der DACH bei Skillsoft, einem weltweit agierenden Digitaltechnologie-Unternehmen. Mit seiner rund 20-jährigen Vertriebserfahrung im eLearning-Umfeld kennt der studierte Diplom-Kaufmann die Anforderung mittelständischer und großer Unternehmen im Bereich Corporate Learning und Mitarbeiterentwicklung sehr gut und ist offen für aktuelle Entwicklungen. www.skillsoft.com/de/
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