8 nützliche Tipps, wie Sie bei Amazon erfolgreich verkaufen
E-Commerce

8 nützliche Tipps, wie Sie bei Amazon erfolgreich verkaufen

Carolin Fischer
Am

Drei Viertel aller Online-Händler nutzen digitale Marktplätze wie Amazon. Als E-Commerce-Riese ist er weltweit etabliert. Deswegen suchen hier viele Menschen zuerst nach Angeboten zu ihren Wünschen und Bedürfnissen. Bei der großen Menge an Konkurrenz muss man seinen eigenen Amazon Marketplace Store richtig nutzen, um sein Potenzial voll und ganz auszuschöpfen. Anbei 8 wertvolle Tipps für Händler zum Verkauf über Amazon.

1. Das richtige Produkt

Bevor man erfolgreich auf Amazon verkaufen kann, sollte man sich gründlich Gedanken darüber machen, welche Ware man überhaupt anbieten möchte. Wer bereits eine Nische abdeckt, die eine hohe Nachfrage, aber wenige Angebote hat, hat Glück. Wahrscheinlicher ist es allerdings, dass das eigene Produkt bereits von einem Wettbewerber verkauft wird.

Um sich einen Überblick über beliebte Produkte und Preise zu machen, sollte man auf Amazon recherchieren. Zu jeder der Kategorien, die hier angeboten werden (beispielsweise Spielzeug, Baby, Beauty etc.), zeigt die Website die Bestseller an. So erhält man einen Überblick darüber, was gefragt und wie der Wettbewerb aufgestellt ist.

Grundsätzlich lohnt sich der Einstieg mit einer Ware, über die man bereits entsprechende Expertise entwickelt hat, um den Kunden ein gutes Produkt bieten zu können. Preisfinder helfen dabei, das Produkt nicht zu günstig, aber auch nicht zu teuer anzubieten.

Bei den offenen Verkaufskategorien können Sie Ihre Produkte ohne die Zustimmung von Amazon anbieten. Bei den zehn Kategorien für professionelle Verkäufer ist eine Freigabe von Amazon erforderlich, da Ihre Produkte amazonspezifische Anforderungen haben müssen.

2. Amazon-Richtlinien beachten

Im Gegenzug dafür, dass man das Shop-System von Amazon nutzen kann, müssen sich alle Verkäufer nach der Anmeldung auch an die Richtlinien der Seite halten. Bevor man etwas verkauft, sollte man sich unbedingt mit den Regeln auseinandersetzen. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, kann von Amazon einzelne Produktseiten oder das gesamte Verkäuferkonto gesperrt bekommen.

Neben den Richtlinien gibt es auch einen Verhaltenskodex, bei dem beispielsweise niedergelegt ist, dass man sich an geltende Gesetze halten, dass man vertrauenswürdig dem Einkäufer gegenüber auftreten soll und keine Produkte anbietet, die Amazon schädigen könnten. So gibt es Vorgaben zu Waren wie Waffen, die nur eingeschränkt oder gar nicht verkauft werden dürfen.

3. International verkaufen

Amazon ist international etabliert. Davon kann man als Verkäufer Gebrauch machen. Die Produkte, die man anbietet, lassen sich mit den entsprechenden Versandmethoden in der ganzen Welt verkaufen. Möchte man sich selbst darum kümmern, muss man seine Produktseite übersetzen und in den jeweiligen Marktplätzen der Zielländer einstellen. Am leichtesten ist es dafür den Fulfillment Service von Amazon zu nutzen. Als Teil des Pan-EU-Verkaufs übernimmt Amazon die Abwicklung und den Versand der Produkte in andere Länder.

4. Amazon Prime

Kunden bevorzugen die Händler, die ihnen den besten Service bieten. Dazu gehört auch der schnelle Versand mit Amazon Prime. Wechselt man als Händler zu dem Fulfillment by Amazon (FBA), verschickt Amazon das Produkt eigenhändig mit seinem Prime-Label. Damit weiß der Kunde, dass das Produkt am nächsten Tag vorliegt. Mit dieser Garantie, greifen Käufer auch oft zu Produkten, die sie sonst vielleicht nicht gekauft hätten.

Man kann sich auch – ohne FBA-Mitglied zu sein – um das Prime-Logo bewerben. Allerdings muss man garantieren, dass die gekauften Produkte immer am selben Tag noch versendet werden, um den Prime-Standard zu gewährleisten. Was auch für die Käufer ein weiteres, wichtiges Kaufargument ist: Amazon möchte zukünftig auf Plastikverpackungen beim Versand verzichten. Denn: Viele Käufer setzen auf Nachhaltigkeit.

5. Bilder, Bulletpoints und Produktbeschreibungen

Auch wenn Ihr Angebot noch so gut ist, wird es kaum jemand bestellen, wenn die Beschreibungen und die Bilder des Artikels nicht ansprechend sind. Um eine gute Produktseite zu erstellen, braucht man die Artikelnummer, eine Identifikationsnummer für das Produkt, Produktinformationen in Schlagworten und kurzen Texten, sowie Bilder. Hier kann man durch eine attraktive und aufschlussreiche Beschreibung punkten.

Für die Bilder lohnt es sich, einen professionellen Fotografen zu engagieren und eine Reihe von Fotos zu erstellen, die alle wichtigen Details oder die Nutzung des Gegenstands abbilden. Der kurzgehaltene Text unter den Bulletpoints ist – neben ansprechenden Bildern – das Erste, was der Kunde sich anschaut. Viele finden es zu umständlich lange Texte zu lesen. Erst wenn durch die Bulletpoints Interesse geweckt wurde, dass es die Art von Produkt ist, die man sucht, lesen Kunden die Produkttexte mit näheren Informationen.

In der Beschreibung der Produkte kann man sich an der Konkurrenz orientieren und den Text dann durch das Alleinstellungsmerkmal des eigenen Service ergänzen. Kundenbewertungen können darüber aufschlussreich sein, was die besten Verkaufsargumente für ein Produkt sind.

6. Gutes Amazon SEO

Wie Suchmaschinenoptimierung für Google und Co. gibt es auch bei Amazon Algorithmen, die entscheiden, ob das Produkt weit oben in den Ergebnissen angezeigt wird. Die Auswahl wird vor allem anhand der Schlagworte getroffen, die man in der Artikelseite benutzt. Auch die Quoten, die man mit seinen Verkäufen bisher getroffen hat, sind von Bedeutung.

Dazu zählen die Kundenbewertungen und welche Versandarten man anbietet. Wichtig ist, stets professionell zu bleiben, um gute Kundenbewertungen zu bekommen. Die Angaben über Ihr Unternehmen müssen stimmen, der Versand sollte reibungslos funktionieren und die Produkte dürfen nicht beschädigt beimKunden ankommen. So weckt man Vertrauen bei potentiellen Käufern.

7. Amazon Buy Box

Die Amazon Buy Box zeigt den Kunden das beste Angebot eines Produktbereiches. Der Platz in der Buy Box wird demjenigen gegeben, der der beste Verkäufer des Produktes ist. Dies wird nach einem Algorithmus ermittelt. Es ist der Anbieter mit:

  • den besten Bewertungen
  • dem schnellsten Versand
  • dem besten Preis
  • dem besten Kundenservice

Um den Platz ganz oben auf der Liste zu erlangen, ist harte Arbeit gefragt. Der Platz muss anschließend dadurch gehalten werden, dass man den Preis und Service manuell an aktuelle Konkurrenten anpasst.

8. FBA-Lagerbestände

Verkäufer, die an dem FBA-Programm teilnehmen, sind manchmal sehr sorglos gegenüber Ihren Lagerbeständen. Nur weil Amazon den Versand und die Abwicklung übernimmt, heißt das nicht, dass man sich vollständig zurücklehnen kann. Auch Amazon passieren Fehler, wie beschädigte Waren, falsche Bestellungen und verlorene Produkte. Deshalb lohnt es sich, das Lager seiner Produkte in den Amazon Lagern hin und wieder zu überprüfen, denn nicht jeder Fehler wird auch an den Verkäufer weitergeleitet.

Natürlich können Sie sich auch dazu entscheiden, selbst die Ware zu lagern und zu versenden. Dies ist aber nicht in Stein gemeißelt. Sie können diese Einstellung in Ihrem Seller-Profil jederzeit ändern, wenn Sie von Eigenversandhandel auf FBA oder von FBA auf Eigenversandhandel wechseln wollen.

Foto/Thumbnail: ©Depositphotos.com

Über den Autor

Carolin Fischer

Carolin Fischer Carolin Fischer ist Content-Managerin und Redakteurin bei onpulson.de. Sie ist spezialisiert auf die Themen "Personal", "Mittelstand" und "Karriere". Zuvor hat sie mehrere Jahre für die Süddeutsche Zeitung in München gearbeitet und ist heute noch u.a. im PR-Bereich tätig.
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