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Personalakquise

20% mehr Bewerbungen durch Gehaltsangabe bei Stellenanzeigen

Von Onpulson Redaktion
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Die Vergütung ist neben dem Anforderungsprofil aus Bewerbersicht das wichtigste Element bei Stellenanzeigen - fehlt aber fast immer. Durch die Angabe des Gehaltes steigert sich die Anzahl der Bewerbungen um 20%.

Dies ergab eine Analyse des Klick-Verhaltens von mehr als 150.000 Fach- & Führungskräften auf Stellenanzeigen. Doch es gibt statistisch signifikante Unterschiede zwischen den verschiedenen Berufsgruppen, wie die Daten von Zalvus und Gehaltsreporter.de zeigen.

Bisher ist es in Deutschland – im Gegensatz zu anderen Ländern in Europa – eher selten, in Stellenanzeigen über die Bezahlung der Stelle zu informieren. Ausnahmen bilden gegenwärtig nur besonders gesuchte Profile wie z.B. Software-Entwickler. Mit Plattformen wie Google Jobs und dem zunehmenden Fachkräftemangel könnten Gehaltsangaben in Stellenanzeigen aber auch bei uns bald zum Muss werden. Die Vorteile sind klar nachweisbar: Eine Stellenanzeige mit Gehaltsangabe generiert im Schnitt ca. 20% mehr Bewerbungen als ohne.

Vertrieb und Produktion wollen Gehälter wissen

Wenig überraschend: Für Vertriebler ist die Gehaltsangabe am Wichtigsten (fast 30% höhere Klickzahlen) im Vergleich zum Durchschnitt in der DACH-Region. Auch für Angestellte in Produktion und Instandhaltung ist das Gehalt das wichtigste Merkmal einer Ausschreibung (ca. 23% erhöhtes Interesse). Da sie bei unterschiedlichen Arbeitgebern meist ähnliche Arbeitsbedingungen vorfinden, ist das Plus an Vergütung oft ausschlaggebend

  • (Direkt)Vertrieb: +28,1%
  • Ingenieurwesen: +10,9%
  • IT & Entwicklung: +4,1%
  • (Projekt-) Leitung: -11,2%
  • Assistenz & Administration: -13,7%
  • Produktion & Instandhaltung: +23,1%
  • HR & Marketing: -5,2%
  • Beratung & Consulting: +13,3%

Mindestgehalt ist ein sinnvoller Anfang

64% der Bewerber wünschen sich zumindest die Angabe eines Mindestgehalt, um zu erkennen, ob sich der Bewerbungsaufwand lohnt bzw. die Stelle auch zur eigenen Qualifikation und dem Marktwert passt. Das seit dem 22. Mai verfügbare „Google for Jobs“ belohnt eine Gehaltsindikation beispielsweise mit besserer Sichtbarkeit bzw. besserem Ranking.

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Foto/Thumbnail: ©Karuka/Depositphotos.com

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