Produktdetailseite: Der Conversion-Hebel eines erfolgreichen Web-Shops
E-Commerce

Produktdetailseite: Der Conversion-Hebel eines erfolgreichen Web-Shops

Porträtfoto von Thorsten Muehling von epoq
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Immer mehr Anbieter drängen in den E-Commerce. Die Folge: der Konkurrenzdruck nimmt zu. Umso wichtiger ist es deshalb für die Shop-Betreiber, ihren Kunden einen echten Conversion-Hebel zu bieten, der sie in ihren Online-Angeboten hält und schlussendlich zum Kauf bewegt. Doch was genau ist solch ein guter Conversion-Hebel? Ganz einfach: Die Produktdetailseite. Richtig aufgebaut, hat sie sogar das Zeug dazu, eine wirkliche Superpower für jeden Web-Shop zu sein.

Die Produktdetailseite ist in den meisten Fällen der letzte Touchpoint zwischen Shop und Kunden, bevor es zum Kauf kommt. Der Kunde hält sich in der Regel auf dieser Seite am längsten auf. Umso wichtiger ist demnach ihre Gestaltung. Denn Ziel ist es, dass der potentielle Käufer alle Informationen zu einem gesuchten Produkt bekommt und sie ihm, sowie die Ware selbst, so gut gefallen, dass er sie erwerben und im besten Fall auch behalten möchte. Durchdacht ausgestaltet, besitzt die Produktdetailseite daher eine Superkraft, die einen Shop erst wirklich erfolgreich machen kann. Was sollte eine Produktdetailseite bieten, damit sie das Zeug zur Superpower hat?

Wichtige Basics für die Produktdetailseite

Diese Superkraft entsteht immer dann, wenn verschiedenen Elemente zusammenkommen. Dabei gibt es Basis-Elemente, die jede Produktdetailseite auf jeden Fall haben sollte. Dazu gehören u. a.: Darstellung des Produkts, Attributierung und der Call-to-Action-Button. Möchte sich ein Web-Geschäft von den Mitbewerbern abheben, kommen zudem noch Alleinstellungsmerkmale, überzeugende Elemente und Trust-Bausteine dazu.

Darstellung des Produkts

Ganz klar: Im Online-Shop fehlt dem Kunden die Haptik eines Produkts. Dies lässt sich beispielsweise durch qualitativ hochwertige Fotos der Waren aus unterschiedlichen Perspektiven ausgleichen. Der Hintergrund der Aufnahmen sollte neutral und die Belichtung durchdacht sein. Zusätzlich empfiehlt es sich, ein Video, eine Zoomfunktion und eine 360 Grad-Ansicht des Produkts bereitzustellen, so dass sich der Kunde einen genauen Eindruck machen kann. Neben den Bildern sollten alle wichtigen Informationen, wie Material, Preis oder Funktionen angegeben sein. Es ist wichtig, sich dabei in die Bedürfnisse des Kunden hineinzuversetzen und den Text so zu formulieren, dass er leicht verständlich ist. Icons oder grafische Darstellungen können dabei helfen, komplexe Informationen vereinfachter darzustellen.

Attributierung

Die Attributierung der Produkte ist entscheidend, um Highlight-Texte, Filter und weitere Informationen bereitzustellen und hilft somit sowohl Shop-Betreibern als auch Kunden.

Call-to-Action-Button

Der Button, mit dem der Kunde eine ausgewählte Ware in den Einkaufskorb legt, sollte über ein unmissverständliches Design verfügen und sich von den anderen vorhandenen Buttons abheben – sei es zum Beispiel durch seine Farbe.

Alleinstellungsmerkmale und Trust-Elemente erhöhen die Superpower

Die Konkurrenz in der Welt der Online-Shops nimmt weiter zu. Umso wichtiger ist es, Alleinstellungsmerkmale zu schaffen, die einen Wiedererkennungswert bringen. In Bezug auf das Design können das beispielsweise eine bestimmte Schriftart sein, grafische Elemente oder die Wahl der Farben. Ein erkennbarer roter Faden macht das Gesamtbild rund. Besonderheiten mit Alleinstellungswert können zudem Services, Angebote oder Awards sein. Überzeugend für den Kunden ist zum Beispiel in vielen Fällen das Versprechen einer kurzen Lieferzeit.

Neben den Alleinstellungsmerkmalen sind auch besondere Merkmale wie die Verfügbarkeit der Waren, günstige Versandkosten und eine große Auswahl an unterschiedlichen Zahlungsmethoden Elemente, die Kunden vom Kauf überzeugen und langfristig an den Shop binden können.

Trust-Elemente sind Siegel, Logos und Bewertungen. Sie geben den Kunden das Gefühl, sicher in den Internet-Geschäften einkaufen zu können – und zudem jederzeit bei Fragen adäquate Beratung zu erhalten.

Weitere Elemente, die die Conversion steigern, sind zusätzlicher Content, virtuelle Elemente (wie das digitale Anprobieren einer Ware) oder Codes, Rabatte und Goodies.

Layout und Aufbau sind entscheidend

Die beschriebenen Elemente im Shop zu haben, ist die eine Sache. Doch die richtige Anordnung ist außerdem wichtig. Dafür gibt es kein generelles Konzept. Denn je nach Produktart, ist eine jeweils individuell ausgestaltete Anordnung möglicherweise passender. Wichtig sind jedoch ein logisch aufgebauter Lesefluss und eine klare Struktur. Zudem sollten Shop-Betreiber auch immer die mobile Ansicht im Blick behalten.

Mit der Recommendation Engine auf der Produktdetailseite weitere Impulse setzen

Produktempfehlungen auf der Produktdetailseite führen dazu, dass sich Kunden Zusatzartikel oder Alternativen zum gesuchten Produkt ansehen können. Dabei können verschiedene Strategien zum Einsatz kommen. Generell gilt für alle Empfehlungen: Entscheidend ist die Relevanz. Diese lässt sich gewährleisten, indem die Produktempfehlungen den individuellen Präferenzen und der richtigen Größe des jeweiligen Kunden entsprechen sowie die Verfügbarkeit der Produkte und die Kompatibilität sichergestellt sind.

Alternativen

Das Vorschlagen von Alternativartikeln führt dazu, dass der Kunde auf der Suche nach ähnlichen Produkten nicht zu einem anderen Shop abwandert. Dazu bietet ein Empfehlungsdienst (Recommendation Engine) die Möglichkeit, durch das bisherige Klick- und Kaufverhalten des Kunden, seine bevorzugten Produktmerkmale zu erkennen und darauf dann basierend Empfehlungen auszuspielen.

Komplementär- und Zusatzartikel

Die Empfehlung von Komplementär- und Zusatzartikeln zu einem ausgewählten Produkt kann ebenfalls weitere Anreize zum Kauf schaffen. Zudem kann der Shop-Betreiber so auf unaufdringliche Art den Wert des Warenkorbs steigern. Wichtig hierbei ist neben der Berücksichtigung der individuellen Kundenpräferenzen, v. a. auch inhaltlich passende Artikel anzubieten, wie z. B. ein zusammenpassender Stil bei einem Outfit oder kompatibles Zubehör bei technischen Artikeln.

Produkt-Sets

Eine weitere Form der Empfehlungen kann die Anzeige von passend aufeinander abgestimmten und den Präferenzen des Kunden entsprechenden Produkt-Sets sein. Handelt es sich zum Beispiel um Kleidung, kann bei der Suche nach einer Bluse ein komplettes Outfit auf der Produktdetailseite erscheinen. Diese Art der Empfehlung spart dem Kunden Zeit ein und erhöht den Warenkorbwert des Shops.

Die Produktdetailseite kann sich folglich schnell zur Superpower eines Online-Shops entwickeln. Nach der Installation der wichtigen Basics sorgen zusätzliche Elemente und Alleinstellungsmerkmale sowie KI-gestützte Personalisierungsmethoden dafür, dass sie einen kraftvollen Conversion-Hebel darstellen kann. Es ist jedoch in jedem Fall essentiell, die für die eigenen E-Commerce-Angebote jeweils passende Strategie zu entwickeln und dabei immer die Präferenzen und Bedürfnisse der Kunden im Auge zu behalten. Dann sind Shop-Betreiber auch bei einer Zunahme der Konkurrenz und Weiterentwicklungen im Bereich E-Commerce bestens aufgestellt.

Foto/Thumbnail: ©Depositphotos.com

Über den Autor

Porträtfoto von Thorsten Muehling von epoq

Thorsten Mühling Thorsten Mühling ist CEO und Co-Founder der epoq internet services GmbH. Der studierte Betriebswirt gründete bereits 2003, gemeinsam mit seinem Partner Michael Bernhard, ein Tech-Unternehmen. 2013 hat er zusammen mit Michael die epoq internet services GmbH gegründet und sich ganz der KI-gestützten 1:1-Personalisierung des digitalen Handels gewidmet. Er leitet seit der Gründung das operative Geschäft von epoq und ist für die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens verantwortlich. www.epoq.de
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