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Unternehmensführung

Interkulturelles Management: Erfolgreich Geschäfte machen in Schweden

Von Carolin Fischer
Am

Schweden – damit verbindet man in Deutschland Ikea und Wasa. Doch wie sieht es aus, wenn deutsche Unternehmen in Schweden Geschäfte machen wollen? Für Business im fernen Asien haben sich deutsche Manager oft eingehend im Vorfeld mit den kulturellen Unterschieden auseinander gesetzt. Doch aufgrund der geografischen Nähe des nordeuropäischen Landes meinen viele Geschäftsleute, dass es weniger kulturellen Unterschiede gibt. Doch ist dem wirklich so?

  1. Stellen Sie sich auf eine lockere Arbeitsatmosphäre ein: Die Schweden mögen eine lockere Arbeitsatmospähre. Sie benutzen keine Anreden wie „Herr“, „Frau“ oder „Herr Doktor“, sondern Sie Dutzen sich in der Regel, ganz unabhängig von hierarchischen Strukturen. Im Job tragen die Manager und Angestellten gerne konservative, aber legere Kleidung. Dazu bevorzugen sie Sandalen oder Tennisschuhe.
  2. Lernen Sie Schwedisch für Ihre Geschäftsverhandlungen: Meist wird zwar in den schwedischen Firmen Englisch gesprochen, doch sollten Sie sich auch Schwedisch aneignen. Auch wenn es nur ein paar Brocken sind – Ihr Gegenüber nimmt es gerne zur Kenntnis.[asa]3486592017[/asa]
  3. Bringen Sie Gastgeschenke mit: Die Schweden mögen Gastgeschenke aus dem Heimatland ihrer Geschäftspartner. Schenken Sie Ihrem schwedischen Partner Wein und Spiritousen aus Deutschland, weil diese dort extrem teuer sind.
  4. Halten Sie die wichtigsten Businessregeln ein: Dazu zählt, dass Sie pünktlich zu Geschäftsterminen erscheinen. Richten Sie sich auf alles Fälle nach dem Zeitplan. Anders als in asiatischen Ländern erwarten schwedische Geschäftsleute keinen Small Talk über Familie oder andere private Dinge. Wichtig ist auch, dass Sie sich in Ihrer Risikobereitschaft üben: In Schweden gilt das Motto „Probieren geht über studieren“. Damit sind die Nordeuropäer sehr erfolgreich – vor allem in den neuen östlichen EU-Ländern. Viele schwedische Geschäftsleute bemängeln oft die geringe Risikobereitschaft ihrer deutschen Partner.
  5. Setzen Sie sich mit den Tabus auseinander: Vermeiden Sie unnötige Prahlereien. Bescheidenheit bei Geschäftsgesprächen kommt bei den Schweden besser an als Angeberei. Sprechen Sie mit Ihrem schwedischen Geschäftspartner nicht über die Intergration der EU oder die Bedeutung von Großmächten – dies sind keine beliebten Themen im Norden Europas.
  6. Beschäftigen Sie sich im Vorfeld mit dem „Lagom“-Konzept: Das schwedische Wort „lagom“ kann man schwer in eine andere Sprache übertragen. Es heißt so viel wie „genau richtig“ oder „nicht zu groß und nicht zu klein“ bzw. „nicht zu viel und nicht zu wenig“ – und ist oft passend. Aber „lagom“ ist weitaus mehr als nur ein Wort. Dahinter verbirgt sich ein Konzept. Dieses findet man auch im schwedischen Geschäftsleben. Anstelle sich mit unnötigen Dingen auseinander zu setzen, konzentrieren sich sowohl Arbeitnehmer als auch viele Arbeitgeber bevorzugt darauf, das zu machen, was notwendig ist.
  7. Studieren Sie den Aufbau der Unternehmen in Schweden: Schwedische Unternehmen sind meistens weniger hierarchisch strukturiert wie Firmen in anderen Ländern. Der Firmenchef ist für seine Angestellten leichter verfügbar. In der Regel können sich die Angestellten mit ihren Fragen und Anliegen direkt und auf kurzem Dienstweg an ihren Chef wenden. Das heißt, bei Geschäftsgesprächen sollten Sie sowohl Vorgesetzte und Mitarbeiter gleichberechtigt ins Gespräch integrieren.

Über den Autor

Carolin Fischer Carolin Fischer ist Content-Managerin und Redakteurin bei onpulson.de. Sie ist spezialisiert auf die Themen "Personal" und "Karriere". Früher hat sie mehrere Jahre für die Süddeutsche Zeitung in München und für Mitarbeiterzeitschriften geschrieben.
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Kommentare

  1. von Lara am 22.03.2015 | 18:17

    Hallo,

    können Sie mir Bücher zu diesem Thema empfehlen? Suche nach Büchern zu diesem Thema (oder Skandinavien generell) für meine Hausarbeit in Interkulturellem Management. Vielen Dank!

    Lara

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